Praxisorientierter Anwendungskatalog zum Thermischen Direktfügen veröffentlicht

05.07.2021

Ansprechpartner

Telephone

work Phone
+49 241 80 97233

E-Mail

Seit heute steht der Anwendungskatalog zum Thermischen Direktfügen als Download zur Verfügung. Das praxisorientierte Dokument gibt dem interessieten Leser eine Orientierung bei der Entwicklung neuer Produkte im Bereich des Thermischen Direktfügens.

  Förderhinweis BMWi

Kunststoff-Metall-Hybridbauteile werden in verschiedenen Branchen eingesetzt, z. B. in der Automobil-, Luft- und Raumfahrt- und Elektronikindustrie. Der Fügeprozess zwischen diesen ungleichen Materialien stellt jedoch aufgrund ihrer unterschiedlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften eine Herausforderung dar. In den letzten Jahren wurde das Thermische Direktfügen von Kunststoffen und Metallen in mehreren Forschungsprojekten zu einer vielversprechenden Technologie entwickelt.

Das Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik ISF (RWTH Aachen) und das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT haben in den letzten 2,5 Jahren im IGF-Projekt AGeD (Förderkennzeichen 20.326 N), das im April 2021 abgeschlossen wurde, verschiedene Oberflächenvorbehandlungen (Lasermikrostrukturierung, Korundstrahlen, Plasmabehandlung), Fügetechnologien (Induktion und Laser) und deren Einfluss auf die Langzeitstabilität untersucht. Neben Festigkeitsprüfungen wurden auch Temperaturwechselprüfungen, Salzsprühtests, Dichtheitsprüfungen und thermische Ausdehnungsstudien für mehrere Werkstoffkombinationen durchgeführt. Die vielversprechenden Ergebnisse wurden in einem Anwendungskatalog festgehalten, um Unternehmen eine Orientierung bei der Entwicklung neuer Produkte mit neuen Fügetechnologien zu geben.

Das IGF-Vorhaben Nr.: 20.326N / DVS-Nr.: 11.3019 der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS, Aachener Str. 172, 40223 Düsseldorf, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.